Im Würgegriff des Winters – Vorsicht beim Betreten des Sowjetischen Garnisonfriedhofes!

Im Würgegriff des Winters – Vorsicht beim Betreten des Sowjetischen Garnisonfriedhofes!

Ein großer Ast stürzte im Westflügel unter der Schneelast auf ein Grabmal und riss dessen Obelisken aus der Halterung. Foto: J. Jannke

Keiner hätte es gedacht nach diesem heißesten Jahr 2018 der letzten 50 Jahre: Nun wurde es doch noch richtig Winter. Rund 25 Zentimeter Schnee bedecken seit gut einer Woche meine Gräber und Grünflächen. Doch die friedliche Winter-Idylle meines weißen Gewandes trügt, auch wenn es noch so schön glitzert in der Sonne. Die erwähnte Menge fiel infolge des Mini-Blizzards am ersten Februar-Wochenende binnen weniger Stunden – zu viel für zahlreiche Bäume und Hecken, die meine Gräber umstehen.

Und so bietet sich meinen Besuchern auf den zweiten Blick aktuell ein durchaus trauriges Bild: Unter der Last der feuchten, schweren Schneemassen haben insbesondere im stärker bewaldeten West-, Südwest- und Nordflügel zahlreiche Bäume und Büsche nachgegeben. Schneebruch hat dazu geführt, dass teils riesige Kiefernäste auf die Gräber herabstürzten – mit bösen Folgen: So krachte im Westflügel ein Ast auf ein Grab aus dem Jahr 1959 und riss den aufgesetzten Obelisken aus den Angeln. Seither steht er schief und ohne Halt auf dem Sockel und droht herabzustürzen. Leider sind die hohen, schlanken Kiefern in diesem Bereich nicht sonderlich belastbar. Bereits im letzten Jahr war an selber Stelle wenige Meter entfernt vom diesmal betroffenen Grab ein großer Ast bei einem schweren Sturm auf ein Grabmal gestürzt und hatte dessen Obelisken schwer beschädigt.

Im Nordflügel liegt ein acht Meter langer Ast quer über den Gräbern. Foto: J. Jannke

Ein ähnliches Bild findet sich im Nordflügel. Auch hier vorrangig Kiefernbepflanzung – und auch hier waren sie die ersten, die den Schneemassen Tribut zollen mussten. Aktuell versperrt großflächig Schneebruch den Zugang zu den Gräbern im zur Bundeswehr-Kaserne hin gelegenen Bereich von Ebene NII. Auch wenn der größte Schnee mittlerweile von den Bäumen geweht bzw. auf den Baumkronen getaut ist – nach wie vor empfiehlt sich bei meinem Besuch größte Vorsicht. Es

ist nicht auszuschließen, dass Äste nur angeknackt sind und bei leichtem Wind herabstürzen können. Auch stürzen nach wie vor Schnee- und Eisbrocken von den Wipfeln.

Vorsicht empfiehlt sich vor allem deshalb, weil der  Eigentümer des Friedhofes jegliche Haftung für Personenschäden infolge des Betretens des Nordflügels ausschließt.

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